Die Junge Gemeinde in Bewegung

Wunderschön ist es in Tschechien und es gibt immer wieder Neues zu entdecken! Diese Erfahrung machten wir auch auf unserer diesjährigen Sommerfreizeit an der Moldau.
Gemeinsam mit zweiundzwanzig Jugendlichen und vier Erwachsenen aus den Gemeinden des Mühlenfließ und Neuenhagen waren wir auf dem Weg, die jüdischen Wurzeln unseres christlichen Glaubens aufzuspüren.
(Tschechien 06) Bild vergrößernWackelte das Floß auf der Moldau auch oft sehr unter unseren Füßen -  kaum einer konnte sich halten, immer wieder fielen wir ins Wasser - so freuten wir uns um so mehr daran, wie tragend sich unsere Gemeinschaft erwies, wir erlebten ein segensreiches Miteinander, und wir ahnen, welchen Halt und welche Richtung uns unsere jüdische Verwurzelung gewährt. Auf Gott vertrauen, egal, welche Stürme wir durchstehen müssen, ein Wurzelstrang, der die Erzählungen aus dem Prager jüdischen Ghetto durchwindet und der auch uns festhalten kann! - In der Prager Alt-Neu-Synagoge, der ältesten europäischen Synagoge, begrüßten wir mit der internationalen jüdischen Gemeinde den Sabbat, Frauen und Männer getrennt, für uns alle eine eindrückliche Erfahrung. Freundlich wurden wir aufgenommen, einzelne verabschiedeten uns mit dem Gruß „Shabbat Shalom“. Ruhig klang für uns die Prager Nacht aus: am Moldauufer, mit Blick auf die erleuchtete Prager Burg.

Rainer Berkholz